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Bücher von Wolfgang Klages

 

 

 

 

Staat auf Sparkurs. Die erfolgreiche Sanierung des US-Haushalts (1981-1997). Frankfurt und New York: Campus Verlag 1998. 360 S.

Zum Inhalt: Kritische Zeitgenossen bezweifeln, ob die führenden Wirtschaftsnationen für die öffentlichen Aufgaben im 21. Jahrhundert  gut gerüstet sind. Zu zwiespältig erscheint die Entwicklung von Wachstum und Wohlstand, zu schwach die Politik, um mit den Problemen fertig zu werden. Einer Herausforderung sehen sich die Industriestaaten besonders ausgesetzt: ihre öffentlichen Haushalte zu entschulden. Indessen haben die Vereinigten Staaten die Zukunftsskepsis auf diesem Gebiet in der Ära Clinton eindrucksvoll widerlegt. Entgegen vieler Prognosen gelang es ihnen damals innerhalb weniger Jahre, die Neuverschuldung des Bundes vollständig abzubauen und bis zur Jahrtausendwende entbehrlich zu machen. Die USA haben damit ein Hoffnungszeichen gesetzt. Ihr Beispiel unterstreicht die ungebrochene Reformkraft eines demokratischen Gemeinwesens, wenn sich politischer Wille und wirtschaftliches Umfeld richtig fügen. Ausgehend von den früheren Fehlentwicklungen wird der wirtschaftspolitische Kurswechsel in den neunziger Jahren untersucht, mit dem die Verschuldungsspirale ein vorläufiges Ende fand. Vermeintlich ungleiche Partner wie der demokratische Präsident, die Republikanermehrheit im Kongress und die unabhängige Notenbank führten die USA aus den roten Zahlen.  

  

 

 

Gefühle in Worte gießen. Die ungebrochene Macht der politischen Rede. Würzburg und Boston: Deutscher Wissenschafts-Verlag 2001. 174 S.

Zum Inhalt: Was haben Otto von Bismarck, August Bebel, Adolf Hitler, John F. Kennedy, Franz Josef Strauß und Oskar Lafontaine gemeinsam? Sie konnten reden.  Ihre Wirkung als politische Redner beruhte darauf, absichtsvoll zu gestalten, was sie sagten. Ihr Erfolgsgeheimnis war Rhetorik. Ausgehend von der klassischen Rhetorik erläutert der Autor, welche typischen Stilmittel einer politischen Rede Anschaulichkeit, gedankliche Klarheit und Überzeugungskraft verleihen. Beispielhaft wird die Anwendung rhetorischer Techniken in sechs politischen Reden aufgezeigt. Die Detailanalyse ist in eine umfassendere Untersuchung eingebettet, die sich auf folgende Fragen erstreckt: Welche Grundlagen liefert die klassische rhetorische Lehre für die politische Rede? Wie hat sich die politische Rhetorik in Deutschland entwickelt? Was waren die Kennzeichen wirkungsvoller Redner? Hat die politische Rede noch eine Zukunft? Derzeit mangelt es nicht an politischen Repräsentanten, die viel und oft reden. Allein der rechte Anklang, die nötige Glaubwürdigkeit und bleibender Erinnerungswert wollen sich selten einstellen. Rhetorische Stilmittel, die die Klassiker Cicero und Quintilian für Beweisführung, sprachlichen Ausdruck und Publikumsspannung lehrten, würden der politischen Rede neuen Glanz geben. Auf gute Rhetorik sollte die Demokratie nicht verzichten. Die Qualität der demokratischen Gesellschaft liegt gerade darin, durch Rede, Dialog und Argumentation über die Belange des Gemeinwesens zu entscheiden. Wer politisch überzeugen will, bedarf der Rhetorik. Dafür klassische Muster wieder zu entdecken, ist das Anliegen diesen Buches. Beispielhaft wird die Anwendung rhetorischer Stilmittel und Überzeugungsmuster in sechs politischen Reden aufgezeigt.

 

 

 

Republik in guten Händen? Leistungsschwächen des politischen Personals in Deutschland. Würzburg und Boston: Deutscher Wissenschafts-Verlag 2001. 121 S.

Zum Inhalt: An der politischen Klasse in Deutschland scheiden sich die Geister. Was die einen für eine unvermeidliche Professionalisierung halten, kritisieren andere als Abkopplung privilegierter Kostgänger. Fest steht, dass sich politische Karrieren in Deutschland stark angeglichen haben. Ein bestimmter Politikertyp herrscht vor. Frauen und Männer, die von der Politik leben, weisen viele berufsbiographische Gemeinsamkeiten auf. Indessen ist das Vordringen ausschließlicher Berufspolitiker in Ämtern und Parlamenten von Widersprüchen begleitet. Das politische Personal muss sich zunehmend dem Vorwurf stellen, Anforderungen und Erwartungen nicht gerecht zu werden. Immer wieder belegen Fälle finanzieller Vorteilsnahme, wie sehr Eigeninteressen innerhalb der politischen Klasse zuweilen verfolgt werden. Magere Regierungsergebnisse lassen ein gut bezahltes und zahlreiches, aber wohl nicht ausreichend qualifiziertes Personal erkennen. Für viele Bürger stimmt die Leistung ihrer gewählten Vertreter nicht mehr. Berufspolitikern schlägt in Deutschland eine Welle des Misstrauens entgegen. Dieses Buch nennt drei Gründe für den Niedergang der politischen Klasse: das Vertretungsmonopol unzeitgemäßer Parteien, eine Personalrekrutierung nach anderen Maßstäben als der Leistung sowie das Fehlen politischer Sanktionen. Damit steht Deutschland vor der Aufgabe, ein ausgedientes Repräsentationsmodell zu überwinden. Dafür hat die Kommunalpolitik erste Zeichen gesetzt. Durch direkte Entscheidungsrechte der Bürger und parteilose Amtsträger gewinnt dort die Politik Bodenhaftung zurück. Überdies können sachpolitische Auflagen und Befähigungsnachweise für das politische Personal helfen, dass man „oben“ besser umsetzt, was von „unten“ verlangt wird. 

 

  

 

Politik ohne Parteien. Die Überwindung des Parteienstaates, Würzburg und Boston: Deutscher Wissenschafts-Verlag 2002. 106 S.

Zum Inhalt: Muss Politik notgedrungen Parteipolitik sein? Obwohl kaum drei von hundert erwachsenen Deutschen einer Partei angehören, beherrschen diese Organisationen das politische Leben. Ein derartiger Widerspruch stößt nicht nur auf demokratietheoretische Bedenken. Der Parteienstaat entwertet sich inzwischen auch in der Praxis. Die herkömmlichen Parteien verlieren ihren Rückhalt in der Gesellschaft. Zum Selbstzweck geronnene Parteiapparate bedienen sich aus öffentlichen Kassen. Parteipatronage versperrt qualifizierten Führungskräften den Weg in die Ämter. Dieses Buch fordert deshalb die Ablösung des Parteienstaates. Eine Politik ohne Parteien verspricht ein tatkräftiges und sachdienliches Regieren, das die Bürger so sehr entbehren. Dabei ist der Sperreigel des Parteienstaates in den Kommunen schon weit aufgeschoben worden. Dort fällt die Vormundschaft der Parteien, seitdem die Bürger über direkte Abstimmungsrechte verfügen und parteilose Bewerber in die Ämter wählen.

 

 

 

Wegbereiter für Bullen und Bären. Der Einfluss der Politik auf die Börse, Baden-Baden: Deutscher Wissenschafts-Verlag 2004. 152 S.

Zum Inhalt: Vorderhand unterliegt die Börse ihren eigenen marktwirtschaftlichen Gesetzen. Als Institution, die vor allem auf Wertpapiermärkten Kapital erschließt und unter Renditegesichtspunkten verteilt. Aktien- und Anleihekurse scheinen dabei durch politikferne Größen bestimmt zu werden: volkswirtschaftliche Basisdaten, unternehmerische Kennziffern und die Ausstattung der Anlageprodukte. Welche Bedeutung kann für ein solches, auf den ersten Blick geschlossenes System die Politik noch haben? Hat die Börse nicht längst eine unpolitische Eigendynamik entwickelt? Keineswegs. Politische Entwicklungen können in die Kursbildung auf den Wertpapiermärkten stark eingreifen. Belastend oder stützend, vorgreifend oder nachholend. Bislang fehlt es an zureichenden Erkenntnissen, über Art und Reichweite politischer Börsenimpulse. In diesem Buch wird anhand zeitgeschichtlicher Beispiele erklärt, wie eng die Beziehung der Politik zu dem Kursgeschehen an den deutschen Börsen mitunter ist. Seit den neunziger Jahren haben internationale Entwicklungen wiederholt für heftige Kursausschläge gesorgt. Zugleich sind die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen, die Investoren in Deutschland vorfinden, von ausschlaggebender Bedeutung für die Kapitalanlage geworden. Für die deutsche Politik ist daraus eine erhebliche Mitverantwortung für die Verfassung der Börse – ihre Auf- und Abschwünge – entstanden. Ein stabiler Kapitalmarkt mit festen Aktien- und Anleihekursen beruht auf politischen Voraussetzungen. Diese gilt es um so mehr zu beachten, seitdem börsennotierte Wertpapiere in den Mittelpunkt der privaten Altersvorsorge rücken. Das Wissen über politische Börsen schließt nicht nur eine Forschungslücke. Auch private und institutionelle Investoren werden Wirkungen der Politik auf die Wertpapierkurse künftig zuverlässiger einschätzen können.

 


   

Zum allgemeinen Besten. Maßstäbe für eine Kunst des Regierens in der Demokratie, Baden-Baden: Deutscher Wissenschafts-Verlag 2008. 199 S.

Zum Inhalt: Die Demokratie verankert die politische Selbstbestimmung des souveränen Volkes. Amts- und Mandatsträger werden mit dem Ziel gewählt, sich der öffentlichen Angelegenheiten stellvertretend für die Bürger anzunehmen. Für seine Tätigkeit bedarf das Gemeinwesen eines Leitungsorgans, das die Politik des Staates bestimmt: der Regierung. Ihr obliegt es, auf verfassungsmäßiger Grundlage die staatlichen Aufgaben festzulegen und zu erfüllen.  Das Regieren entscheidet mit seiner Zuständigkeit für das Wirken des Staates darüber, unter welchen gemeinsamen Bedingungen die demokratische Gesellschaft leben will. Es dient em Zweck der staatlichen Gemeinschaft, durch hoheitliche Maßnahmen das allgemeine Beste zu fördern.  In diesem Buch werden Leitvorstellungen für gutes Regieren skizziert. Gegen den vordergründigen Eindruck, das Regieren durch äußere Umstände zunehmend beschränkt zu sehen, und angesichts mäßiger Regierungsbilanzen gilt es die unvertretbare Notwendigkeit und die großen Möglichkeiten des Regierens zu erkennen. Ein Regieren, das mit schöpferischer Gestaltung das Gemeinwesen zukunftsweisend erneuert, erreicht den Maßstab einer Kunst. Regierungskunst in der Demokratie beruht auf zwei Handlungswerten. Einmal der Bereitschaft und Fähigkeit zur politischen Führung. Zum anderen der Verantwortung vor den Bürgern und für das allgemeine Wohl. Verantwortungsbewusst zu führen ist das Gütezeichen einer Regierungskunst, die das demokratische Gemeinwesen für seine besten Fortschritte nicht entbehren kann.
 

 

Bibliographischer Hinweis:

Alle vorstehenden Monographien sind im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek  verzeichnet und als Forschungsbeiträge ausgewiesen. Sie können über wissenschaftliche und sonstige Buchhandlungen sowie über den online-Shop des Deutschen Wissenschafts-Verlags  und amazon  bezogen werden. Überdies gehören Sie zum Bestand der wichtigsten politikwissenschaftlichen Fachbibliotheken an deutschen Universitäten.